News

09.05.2011

Überflieger in der Personalwirtschaft

mehr...

28.10.2010

Social Media stellt Personaler vor große Herausforderungen

mehr...

10.09.2010

Die Optimierung der Human Resource-Prozesse hat oberste Priorität

mehr...

09.08.2010

Personalia mit IT2 Solutions gut aufgestellt

mehr...

28.06.2010

Wir sind umgezogen!

mehr...

31.05.2010

Wie Sie engagierte Mitarbeiter erkennen

mehr...

Unternehmensrituale sind keine Zeitverschwendung

Wie sie Ihre Firmenkultur beeinflussen

Traditionelle Unternehmensrituale wie zum Beispiel das Geburtstagsfrühstück oder der Betriebsausflug, sterben immer mehr aus. In Zeiten von Leistungsdruck und Sparzwängen sind sie aus Sicht vieler rational denkender Führungskräfte reine Zeitverschwendung. Das kann sich jedoch als Fehler erweisen, denn Rituale sind wichtig für eine funktionierende Unternehmenskultur. Sie geben Stabilität und Orientierung und sorgen für motivierte Mitarbeiter und Zusammengehörigkeit.

Steuerungsrituale sind notwendig, um die Unternehmensleitung und ihr Team mit den nachgeordneten Führungsebenen zu verbinden und den "Kurs zu halten". Innerhalb dieser Rituale werden beispielsweise Strategien definiert, Ziele gesetzt, delegiert, kontrolliert sowie Zeit- und Gehaltssysteme gesteuert und der Informationsfluss gelenkt. Mit nur wenigen, innovativen Elementen können Sie Sitzungsroutinen aufbrechen und ergebnisorientiert gestalten. Setzen Sie sich beispielsweise als Sitzungsziel nicht eine Anordnung, sondern eine tatsächliche Umsetzung, hinter der alle Beteiligten stehen. Verschwenden Sie keine wertvolle Sitzungszeit mit der Weitergabe von Informationen und halten Sie den Kontakt zu den anderen Teilnehmern durch Fragen und Zuhören statt durch eigene Moderation.

Veränderungsrituale sollen helfen, die Lücke zwischen den Vorgaben der Unternehmensführung und der Arbeit der Beteiligten zu schließen. Vermeiden Sie bei Abschiedsritualen die klassischen Großveranstaltungen mit Beratungen und Workshops, in denen die Mitarbeiter von den Neuerungen überrollt werden.

Abschiedsrituale spielen eine besondere Rolle, denn um Veränderungen bewältigen zu können, müssen zuvor alte Namen, Symbole oder Firmenteile gewürdigt und los gelassen werden. Mitarbeiter, die das Unternehmen verlassen, sollten Sie immer in einer gemeinsamen kleinen Feier oder einem persönlichen Gespräch verabschieden. Damit erhalten die Verbleibenden das Gefühl, dass Sie sie mit Wertschätzung behandeln und sind für neue Herausforderungen motiviert.

Stimmungsrituale sind notwendig, wenn Rückschläge und Fehler verarbeitet werden müssen und Schnittstellenprobleme auf ein Minimum reduziert werden sollen. Übertragen Sie im Rahmen von Mitarbeitergesprächen Ihre Überzeugungen und Ihr Erfolgsgefühl auf Ihre Mitarbeiter und vermitteln Sie Wertschätzung, Respekt und Vertrauen in das Verhältnis.

Auch Vertrauensrituale unterstützen die Eigeninitiative Ihrer Beschäftigten, wenn Sie ihnen z. B. Entscheidungsvollmacht über einen bestimmten Betrag gewähren. Sie sparen erfahrungsgemäß Geld ein und steigern durch die zusätzliche Kompetenz die Motivation und das Verantwortungsgefühl für das Unternehmen.

Ethikrituale sind beispielsweise das Definieren von Werten und Qualitätsstandards. Bitten Sie beispielsweise darum, nicht schlecht oder abwertend über abwesende Dritte zu reden, sondern Kritik immer direkt zu üben. Damit gehen Sie gegen Misstrauen und negative Stimmungen in Ihrer Firma an.

Nicht zuletzt gelten für Sie selbst auch so genannte Pausenrituale für die Arbeit am Schreibtisch, auf Reisen oder in Sitzungen, in denen Sie durchatmen, sich bewegen und sich wieder auf Ihre Prioritäten besinnen können.
Weiterführende Literatur

Echter, D.: Rituale im Management, 2003.

 

Druckversion