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Personalarbeit muss besser gestaltet werden

Der Weg zu engagierten und effizienten Mitarbeitern

"Unsere Mitarbeiter sind der wichtigste Erfolgsfaktor", "Business is People" so oder so ähnlich antworten Unternehmer und ihre Manager gerne, wenn sie danach gefragt werden, was zukünftig den Erfolg ihres Unternehmens ausmachen wird.

Denn Sie wissen, dass in der globalen Wirtschaft der Zukunft weniger materielle Vermögenswerte die Hauptrolle spielen, sondern dass der Mitarbeiter zum zentralen Wert des Unternehmens werden wird: Das Human Capital oder Human Resource entwickelt sich zur wichtigsten Quelle eines Wettbewerbsvorteils.

In den meisten Industrien stellt es heute keine Schwierigkeit mehr dar, das erforderliche Equipment auf dem internationalen Marktplatz zu beschaffen. Somit ist dies kein strategisch entscheidender Differenzierungsfaktor mehr. Ein solcher entsteht erst, wenn ein Unternehmen in der Lage ist, mit Hilfe seiner Mitarbeiter dieses Equipment effizienter als der Wettbewerb zu nutzen. Dies gilt in besonderem Maße für den gesamten Dienstleistungsbereich.

Effizientes Human Capital bedeutet, dass fachlich gut geeignete Mitarbeiter engagiert ihre Aufgaben erfüllen und dem Unternehmen gegenüber ein hohes Maß an Loyalität zeigen. Was aber wird in den Unternehmen unternommen, um diese Erkenntnis strategisch wirksam umzusetzen? Ein Blick in die Praxis zeigt, dass Wunsch und Wirklichkeit in der Personalarbeit noch weit auseinander klaffen.

Seit 2001 misst die forschungsbasierte Unternehmensberatung Gallup GmbH das Engagement und die emotionale Bindung von Mitarbeitern. Demzufolge beträgt der Anteil der Mitarbeiter in Deutschland, die eine hohe emotionale Bindung an ihre berufliche Aufgabe und zum Arbeitsumfeld bzw. gegenüber ihrem Arbeitgeber aufweisen, nur 13 Prozent. Auf konstant niedrigem Niveau fällt die Mitarbeiterloyalität deutlich niedriger aus als im restlichen deutschsprachigen Raum.

Maschinen und das gesamte sonstige technische Equipment benötigen sorgsame Behandlung und Wartung, damit ihre Bedeutung, ihr Wert für eine Organisation erhalten bleiben. Dies gilt in besonderem Maße in Phasen, in denen hinsichtlich der Zeit und der Ausbringungsqualität Druck entsteht. Das lernen Ingenieure im ersten Semester. Vergleichbare Anstrengungen in der Personalarbeit sind unüblich, dieser Bereich wird oftmals eher stiefmütterlich behandelt. Und dass, obwohl man weiß, dass die unsichtbaren Vermögenswerte die erfolgreichen von den weniger erfolgreichen Unternehmen unterscheiden.

Traut man etwa den wissenschaftlichen Erkenntnissen und praktischen Erfahrungen erfolgreicher Unternehmen nicht? Fehlt es vielleicht an Kreativität und Ideen, das gute alte Personalwesen zu einem strategischen Wettbewerbsfaktor auszubauen? Oder liegt es an fehlenden Instrumenten, das alles adäquat messen zu können?

Lernen vom Customer Relationship Management: Der Mitarbeiter als interner Kunde
Wie kann das Human Capital effizient genutzt werden? Ein Blick über den Zaun zu einer anderen, sehr nahe stehenden Disziplin kann nicht schaden: Von den Verkaufsabteilungen lässt sich für die Personalarbeit einiges lernen.

Als sich für Unternehmen die Zeiten änderten und nicht mehr alles, was produziert wurde, auch automatisch verkauft werden konnte, kreierte man das Customer Relationship Management. Diese Strategie zur Differenzierung vom Wettbewerb hatte den loyalen Kunden zum Ziel. Warum also nicht in Zeiten, in denen der Mitarbeiter ohnehin zunehmend gerne als interner Kunde bezeichnet wird, den Versuch wagen, aus den dort gemachten Erfahrungen zu lernen und Anregungen für den Weg zum loyalen Mitarbeiter zu finden?

Dabei wird schnell deutlich, dass die Führungsaufgaben der direkten Vorgesetzten immer komplexer und für den Unternehmenserfolg bedeutsamer werden. Die Führungsleistung der Vorgesetzten lässt sich am Grad des Engagements, der Zufriedenheit und Effizienz der Mitarbeiter messen. Da sich volkswirtschaftliche Prosperität aus dem Erfolg der Unternehmen ableitet, hat Mitarbeiterführung auch eine zunehmende volkswirtschaftliche Dimension.

Autor: Waldemar Stotz

 

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