Attraktive Arbeitgeber motivieren ihre Mitarbeiter
Neue Hewitt-Studie
Insgesamt 31 Prozent der Unternehmen in Zentral- und Osteuropa sind der Meinung, dass die Leistungsbereitschaft ihrer Belegschaft aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage sinkt. Dabei ist gerade in Krisenzeiten ein hohes Engagement der Mitarbeiter für einen wirtschaftlichen Erfolg dringend erforderlich.
Im Vorjahr sprachen lediglich 15 Prozent von einer nachlassenden Motivation. Die attraktiven Arbeitgeber Europas wirken diesem Abwärtstrend erfolgreich entgegen. Sie reagieren gezielt auf die Unsicherheiten in der Belegschaft und können dadurch weiterhin auf deren Leistungsbereitschaft zählen. Dies sind Ergebnisse der Studie „Attraktive Arbeitgeber in Zentral- und Osteuropa“, die die Personalmanagement-Beratung Hewitt Associates bereits zum siebten Mal und in Zusammenarbeit mit dem Wallstreet Journal Europe durchgeführt hat. Die Studie misst die Attraktivität von Arbeitgebern aus der Sicht der Mitarbeiter.
„Zukunftsängste und Unsicherheiten in Krisenzeiten gefährden die Motivation der Mitarbeiter und führen oft zu unproduktivem Verhalten. Dabei sind Unternehmen mit einer hoch engagierten Belegschaft nachgewiesen erfolgreicher beim Erreichen oder gar Übertreffen der Unternehmensziele. Gerade in Krisenzeiten ist es deshalb um so wichtiger, die Geschäfts- und HR-Strategie auf die aktuellen Bedürfnisse der Arbeitnehmer abzustimmen, um deren Leistungsbereitschaft und Produktivität dauerhaft hoch zu halten“, so Michael Riesenkoenig, Talent & Organizational Consulting bei Hewitt Associates.
Die Hewitt-Studie zeigt, dass viele Arbeitgeber in Zentral- und Osteuropa deutliche Defizite in puncto gezielter Mitarbeitermotivierung haben. Sie versäumen es, ihre Mitarbeiter in Entscheidungsprozesse einzubinden oder ausreichend zu informieren. 62 Prozent sind der Meinung, dass ihre Vorschläge und Ideen in der Führungsetage zu wenig Beachtung finden und 19 Prozent der Mitarbeiter empfinden keine Wertschätzung seitens des Unternehmens. Lediglich 46 Prozent der Mitarbeiter fühlen sich gut über Veränderungsprozesse im Unternehmen informiert und nur 45 Prozent haben das Gefühl, dass aus der Führungsetage heraus offen und ausreichend über die Zukunftsaussichten des Unternehmens kommuniziert wird.
Die drei wichtigsten Faktoren, die Unternehmen in Anbetracht der aktuellen Wirtschaftslage helfen können, das Motivationslevel ihrer Mitarbeiter zu erhalten, oder sogar zu steigern, sind:
- Führungs- und Kommunikationsstärke – Speziell in Krisenzeiten sind die Führungs- und Kommunikationsfähigkeiten von Vorgesetzten stärker gefordert. Transparente Handlungspläne, eine offene Kommunikationskultur und klare Zukunftsperspektiven wirken destruktiven Ängsten entgegen. Wer stark führt und kommuniziert kann seine Workforce optimal mobilisieren.
- Motivieren der Top-Performer – Der Erfolg eines Unternehmens hängt in hohem Maße von der Leistung seiner Top-Performer ab. Diese müssen in Anbetracht der aktuellen wirtschaftlichen Lage mehr denn je leisten und in besonderer Weise motiviert werden, um signifikant den Erfolg des Unternehmens zu fördern. Wertschätzung trägt zu einem deutlich erhöhten Engagement der Spitzenkräfte bei.
- Ungestörter Kommunikationsfluss – Ein gestörter Kommunikationsfluss im Unternehmen birgt in Zeiten der wirtschaftlichen Unsicherheit besonderes Problempotenzial. Destruktive Gerüchte finden einen idealen Nährboden und tragen zur weiteren Verunsicherung der Mitarbeiter bei. Unternehmen müssen deshalb dafür Sorge tragen, dass Botschaften alle Mitarbeiter eines Unternehmens erreichen und so kommuniziert werden, dass sie auch von allen verstanden und verinnerlicht werden können.
Im Rahmen der Studie wurden insgesamt 160.000 Arbeitnehmer – darunter 4.000 Top-Manager - aus 700 Unternehmen und elf verschiedenen Ländern befragt. Kernelemente der Untersuchung sind eine Befragung der Mitarbeiter, die Bewertung der jeweiligen Personalprogramme sowie die strategische Sichtweise der Unternehmensleitung.

